Denkmalprojekt Hölderlinhaus

Das Hölderlinhaus

Bericht von Henrik R., Fabian F., Nick H. und red am 29.5.2017

 

Am 18.05.2017 besuchte die Klasse 4a der Hölderlin-Grundschule und die 4. Klasse der Kaywald-Schule das Hölderlinhaus in Lauffen. Dort wurden sie schon von Frau und Herr Läpple erwartet. Als erstes zeigte Herr Läpple den Kindern das ganze Haus. Wieder unten im Innenhof des Hölderlinhauses, wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt ein Plan vom ganzen Haus. Ihr Auftrag war, den Raum der auf der Karte markiert war, zu finden. Als sie ihn dann gefunden hatten, mussten sie die Wand untersuchen und die Materialien, aus denen die Wand besteht, aufschreiben und die Wand zeichnen. Danach haben die Gruppen gewechselt und die erste Gruppe stellte nun Farben her. Erst mussten Steine mit einem Hammer zerschlagen und zu einem feinen Pulver zermahlen werden. Dann haben sie das feine Steinmehl ausgesiebt, zusammengekehrt und mit Quark und wenig Wasser zusammengemischt. So entstanden 6 Farben für Sockel, Gewände, Türe, Fenster und Läden und Dach. Mit diesen Farben wurden die kleinen Hausmodelle angemalt. Die Hölderlinkinder hatten für jeden ein Haus auf einer Holzplatte vorher im Unterricht vorgezeichnet, nachdem sie vorher Holzplatten geweißelt hatten. Gemalt wurde mit Finger, der ganzen Hand oder mit kleinen Stöckchen. Am Schluss präsentierten alle ihre Werke als Mosaik auf dem Boden des Innenhofes für ein gemeinsames Abschlussbild mit allen Beteiligten. Zu Fuß ging es gemeinsam zurück in die Schulen.

 

Finn S.: Der Lerngang war spannend und toll und das Farbmischen fand ich am besten. Es war sehr cool, sein eigenes Haus zu gestalten. Es sah sehr schön aus mit den vielen Farben.

 

Lucas M.: Vor allem der Keller war interessant. Es gab einen eigenen Brunnen, der Grundwasser hatte. Die Führung hat uns sehr viel Spaß gemacht. Es war toll zu sehen, wie so ein Haus gebaut worden war.

 

Lea B.: Das Raum-Arbeitsblatt war cool und aufregend, es zu bearbeiten.

 

Lukas E.: Ich fand es spannend zu entdecken, wie das Haus gebaut wurde.

 

Fabian F.: Ich fand das Mischen der Farben und das Zermahlen am besten.

 

Madita B.: Es war ein tolles Gefühl, in die Farben reinzufassen. Die Kaywaldkinder fanden es auch toll. Und alle waren stolz auf ihre selbstgemalten Häuser.

 

Amanda B.: Es war sogar eine Vertreterin der Heilbronner Stimme da! Für mich war dieser Lerngang einer der besten!

 

Simon S.: Danke, Frau und Herr Läpple. Alles war sehr interessant und es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

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Das Malen des Modells Hölderlinhaus

Bericht von Teresa R. Klasse 4a und red am 29.5.2017

 

Teresa R.: Das Bemalen des großen Modells erfolgte am Freitag, einen Tag nach dem Projekttag im Hölderlinhaus. Einige von uns malten nun, nach den kleinen Modellen am Vortag, noch ein großes Modell vom Hölderlinhaus im Werkraum der Schule. Frau Bareis hatte die Farben vorbereitet und nach einer Einführung durften wir loslegen mit dem Mal-Vergnügen. Das hat uns viel Spaß gemacht!

 

red: Wir verwendeten Farben, die tags zuvor aus zermahlenen Steinen und Quark hergestellt wurden. Die Farbe des Daches besteht zum Beispiel aus zermahlenen Dachziegeln. Das ergibt ein kräftiges Ziegelrot. Auch alle anderen Farben kommen aus den Steinen. Einzig für den Sockel und das Erdgeschoss wurde ein Farbpigment zugesetzt, das nicht so einfach aus den Steinen gewonnen werden konnte.

 

Der zugesetzte Quark hilft, dass die Farbe auf dem Untergrund haftet, so dass die Farbe, die teilweise recht dick aufgetragen wurde, nicht abbröselt. Die Farbherstellung ist der traditionsreichen Technik der Malerei mit Kaseinfarben nachempfunden, die heute durch die überwiegende Verwendung durch Acrylfarben abgelöste wurde.

 

Vorlage für die Farbwahl waren die Ergebnisse der bauhistorischen Untersuchungen, die verraten, wie das Hölderlinhaus zur Zeit Hölderlins ausgesehen hat. Um eine bessere Vermalbarkeit zu erreichen und um genügend Farbe für das große Modell zu haben, wurden diese Steinfarben noch mit einer farblich entsprechenden Mischung aus verschiedenen Dispersionsfarben zusammengerührt.

 

Die Fassade des oberen Stockwerkes ist weiß gewesen. Leider war keine weiße Farbe mehr von der Aktion im Hölderlinhaus übrig. Vielen Dank an Elke Höllmüller, die uns ganz spontan noch einen weißen Stein geschenkt hat. Einige Jungs aus der Klasse waren gerne spontan bereit, diesen Stein zu zerhämmern, das Zertrümmerte auszusieben, so dass wir Material zum Anmischen hatten, damit die Gewände weiß erstrahlen können.

 

Zu Hölderlins Zeiten wurden aber durchaus auch bereits Farbpigmente eingesetzt, die von fahrenden Händlern erworben wurden. Für Sockel und erstes Stockwerk wurden zusätzlich zu dem Stein-Quark-Gemisch noch ein grünes Farbpigment eingerührt. Über Himmelfahrt und den Brückentag hat die Lehrerin das Modell fertiggestellt. Das Problem bei diesen Farben ist nämlich, dass sie in verderben können. Wenn die Farben getrocknet sind, sind sie unbegrenzt haltbar. Das fertige Modell überreichte die Klasse 4a der Stadt Lauffen heute im Rahmen der Literaturtage. Vielleicht wird es ja im Hölderlin-Museum ausgestellt?

Übergabe des Modells an die Stadt Lauffen

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Auf Entdeckungstour im Hölderlinhaus
Mit freundlicher Genehmigung der Heilbronner Stimme
Hölderlinhaus.pdf
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