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Aktuelles | Bareis, Gabriele | 30.03.2019 – 31.05.2019

Ausstellungsbesuch Mannheim-Izieu-Ausschwitz

Die Hölderlin-Grundschule besuchte mit Ihren vierten Klassen, den Klassenlehrerinnen und dem Schulleiter Saier am Mittwoch, 3.4. die Ausstellung Mannheim-Isieuz-Auschwitz.

 

Einige der Schüler haben bereits einen kleinen Eindruck von der Ausstellung mitgenommen, als sie im Rahmen des Kinderkonzertes von Oliver Steller am 24.3. vor Ort waren. Ein Schüler der Klasse war mit einem älteren Geschwister bei der Ausstellungseröffnung am Morgen dabei.
In der Klasse wurden dazu intensive Gespräche geführt. Bei der Eröffnung sang und rezitierte Oliver Steller Reinhard Meys Kinder von Izieu. Den Song hörten die Grundschüler in der Originalversion.

Auch im Rahmen von ZiG, Zeitung in der Grundschule, gab es Impulse sich mit dem Thema Ausgrenzung, Nationalsozialismus und dem wachsenden Antisemitismus zu beschäftigen.

Anschließend schreiben die Kinder einen Bericht über den Lerngang ins Museum.

 

Das Thema wird aktuell im Rahmen der Klassenlektüre mit kindgerechter Literatur vertieft.

In den Gesprächen zum Thema Nationalsozialismus im weiteren Sinne beteiligten sich beinahe alle Kinder der Klasse. In einigen Familien wird darüber wenig oder gar nicht gesprochen. Das Thema schmerzt.  Mit Rücksicht auf die Kriegstraumatisierung eines nahen Angehörigen wird es oftmals nicht angesprochen.

 



Bericht von Diem-My T. aus Klasse 4a

Die vierten Klassen der Hölderlin-Grundschule sind am 4.3. während der Schulzeit ins Museum im Klosterhof zur Ausstellung über die Kinder von Izieu gegangen. Dort gab es 21 Bildtageln, die Schüler aus Frankreich und Schüler aus Deutschland/ Mannheim gemacht hatten. Bei der Ausstellung ging es um vier Kinder aus Mannheim. Gezeigt wurde der Weg dieser vier Kinder, wie ihre Familien vor 1933 gelebt haben und wie sich ihr Leben verändert hat, als die Nazis an die Macht kamen. Die vier Kinder hießen Otto, Sami, Max und Frietz. 1940 wurden sie in ein Lager nach Frankreich verschleppt. Dort lebten sie in unmenschlichen Zuständen. Einem französischen Kinderhilfswerk gelang es, 44 Kinder aus dem Lager in Gurs herauszuholen und in einem Kinderheim in Izieu, in den französischen Bergen zu verstecken. Doch leider nicht lange, dann wurden sie verraten. Am Ende wurden alle in Auschwitz ermordet.

Damit das nie mehr geschieht, ist es so wichtig, dass wir uns daran erinnern, wie es den Juden früher erging. Deshalb ist diese Ausstellung wichtig-auch für Kinder.

 

Stimmen der Kinder aus Klasse 4a

 

Diem-My T.: Ich finde es toll, dass wir zu der Ausstellung gegangen sind, weil ich jetzt auch weiß, wie es den Juden früher erging und ich bin richtig froh, dass es nicht mehr so ist.

 

David B.: Ich wusste schon vorher viel über das Thema, da meine Vorfahren Juden waren. Einige von ihnen wurden in Auschwitz umgebracht.

 

Tamara B.: Mir hat die Ausstellung gefallen. Es tut mir leid, dass die Kinder so grauenvoll ermordet wurden. Ich hoffe, dass so was nie wieder vorkommt.

 

Hendrik E.: Ich finde schlimm, was damals passiert ist und ich will, dass so etwas nie mehr passiert. Ich habe mir viel Gedanken darüber gemacht.

 

Valentina G.: Ich fand die Ausstellung sehr interessant. Ich finde es gut, dass solch eine Ausstellung gemacht wir, um zu sagen: „Das darf nie, nie wieder passieren!“

 

Fabian K.: Ich fand die Ausstellung sehr lehrreich. Ich finde, es ist gut, dass wir es nun wissen. So etwas Schreckliches darf nie mehr passieren.

 

Mia P.: Ich fand die Ausstellung sehr spannend. Ich kann mir besser vorstellen, wie es früher war, wenn ich die Texte gelesen und die Bilder angeschaut habe. Wir haben viel gelernt und ich finde es gut zu wissen, wie es damals war.