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Aktuelles | Bareis, Gabriele | 11.09.2020

Neuigkeiten von unserer Partnerschule Santo Toribio in Trujillo/ Peru

Über die persönlichen Kontakte von Judith Hennig, Lehrerkollegin Hölderlin-Grundschule und der Vorsitzenden des Vereins Fair-eint e.V., Reingard Cuba Ramos gibt es Neuigkeiten zur aktuellen Situation.

 

Reingard Cuba Ramos schreibt in einer E-Mail an Judith Hennig am 30. August 2020:

 

„In Peru wurde schnell mit einem Lock-down reagiert, aber aus einer Vielzahl von Gründen wirkt er sich nicht ausreichend auf die Infektionszahlen und Todesrate aus. U.a. gab es bis zum Beginn der Pandemie so gut wie keine Intensivbetten mit Beatmung im ganzen Land. Die Behandlungskosten sowie die Preise für die Füllung von Sauerstoffflaschen sind in exorbitante Höhen gestiegen (400-1000 USD pro Füllung), und die Bevölkerung ist durch den Lock-down wirtschaftlich schwer getroffen- die Gefahr von Mangelernährung und Hunger wächst.

 

Für die Kinder sind die Lock-down- Vorschriften besonders streng: unter 14-jährige durften zumindest bis Ende Juli das Haus nicht verlassen, vermutlich gilt das weiterhin.

 

Mit Santo Toribio ist der Kontakt leider sehr spärlich. Schulunterricht findet weiterhin nicht statt. Im Mai berichtete uns die Rektorin, dass bis dato glücklicherweise keine Schüler an Covid 19 erkrankt waren, und zwei erkrankte Mütter ohne schwerwiegenden Verlauf wieder genesen seien. Nachdem es dem Schulpersonal aufgrund der Corona-Einschränkungen zunächst nicht möglich gewesen war, Kontakt mit den Schülern und ihren Familien aufzunehmen, läuft jetzt vieles über WhatsApp - auch Versuche, die Kinder auf diese Weise mit Unterstützung ihrer Eltern etwas zu unterrichten.

 

Fair-eint e.V. hat im Juni eine Spende überwiesen, mit der Santo Toribio die Familien der Schüler mit Lebensmittelpaketen unterstützt hat. Das wollen wir baldmöglichst wiederholen. Der für die Schule verantwortliche Padre hat sich sehr für diese Spende bedankt und schrieb, dass er im Moment sehr gefordert ist, Angehörigen von Covid-Erkrankten und Gestorbenen seelsorgerlichen Beistand zu leisten, da die Situation mit steigenden Zahlen immer schwieriger wird.“

 

Liebe Eltern, Lehrer*innen und andere Unterstützer,

 

lesen Sie auch den dazugehörigen Dankesbrief an alle Unterstützer.

Hier wird die Hölderlin-Grundschule namentlich aufgeführt. Das freut uns. Auch dass es gelingt, jedes Jahr die Spendensumme vom Vorjahr etwas zu toppen, ist für alle Beteiligten eine große Freude.

 

Vielen Dank für Ihre großzügige Spende, die wir im Namen der Hölderlin-Grundschule bei der vergangenen Weihnachtsaktion überreichen durften.

 

Die Hölderlin-Grundschule wird als verlässlicher Partner auch dieses Jahr verschiedene Spendenaktionen für Santo Toribio durchführen und wir alle hoffen, dass sich die Bedingungen für die Kinder dort baldmöglichst verbessern.