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Aktuelles | Bareis, Gabriele | 18.10.2020

Endprobe und Premiere von "Die Zertrennlichen"

Das Ensemble vom Theater Heilbronn zu Gast in der Hölderlin-Grundschule

Theater Heibronn

Die Zertrennlichen

Schauspiel ab 9 Jahren von Fabrice Melquiot

Mit Sarah Finkel als Sabahund Rouven Klischies als Romain

Regie: Annette Kuß Ausstattung: Yvonne Marcour Musik: Julia Klomfass

 

 

In der Hölderlin-Grundschule fand am Mittwoch, 14.10. die Endprobe und am Donnerstag, 15.10. die  Premiere des Stückes „Die Zertrennlichen“ in dem für das Theater Heilbronn neuen Format des Klassenzimmerstückes statt.

Dazu reiste das Ensemble bepackt mit Kisten um 9.30 Uhr mit mehreren Fahrzeugen an. Die Bücherei der Hölderlin-Grundschule wurde zur Garderobe und Besprechungszimmer für das Ensemble. Jeweils um 10.20 Uhr begann das Stück mit einer Stunde Spielzeit. Danach fand ein halbstündiges Nachgespräch mit den zuschauenden Viertklässlern statt.

Christine Appelbaum, Theaterpädagogin am Theater Heilbronn und Annette Kuss, Leiterin des Jungen Theaters BOXX am Theater Heibronn und Regiesseurin des Stückes leiteten gemeinsam diese Gespräche.

Am Premierentag wurde anschließend feierlich angestoßen. Das Theater hat für alle Saft spendiert.

 

Stimmen aus der Klasse 4a:

Antonia: Das war sehr schön, dass wir das Theaterstück in unserem Klassenzimmer sehen durften. Es hat mich sehr berührt, als der Krankenwagen vor der Tür stand und der Vater von Sabah und Romain weggetragen wurden.

Emilia: Am tollsten war, als sie den Büffeln gesehen haben und die Stelle mit dem Krankenwagen und der Polizei vor dem Haus und als sie den toten Hirsch gefunden haben. Ich fand es auch toll, dass das Theater bei uns war.

Sia: Meine Lieblingsstelle ist, als sie den Hirsch gefunden haben.

Ricco: Mir gefiel die Stelle mit dem weißen Büffel am besten und dass sie die Schimpfwörter gebraucht haben.

Jodie: Mich hat es berührt, dass Romain und Sabah, wenn sie zusammen sind, so komische Sachen sehen und erleben.

Anja: …und dass nur die beiden es gesehen haben.

Anna: Ich fand cool, dass sie am Anfang das Ende gespielt haben.

Clara: Mir hat gefallen, dass alles so deutlich war. Mich hat die tolle Aussprache beeindruckt.

Lieselotte: Ich fand die Geschichte aufregend und spannend.

Zeynep: Ich fand die Stelle am besten, als Sabah und Romain das Lied gemeinsam gesungen haben.

Fynn: Alles war cool- außer da, wo sie sich gestritten haben!

Benedikt: Es war besonders, als sie Schimpfwörter benutzt haben und als sie den weißen Büffel gesehen haben.

Lotta: Ich fand toll, dass Romain Sabah über Instagram gesucht hat.

Silas: Es war toll, dass sie das Stück für uns im Klassenzimmer gespielt haben.

Maximilian: Die Stellen mit dem Hirsch, dem weißen Büffel und die Schimpfwörter fand ich am besten.

Moritz: Ich fand toll, dass Sabah und Romain gute Freunde wurden.

Filip: Ich fand es gut, dass so viel Fantasie im Stück war. Mir hat das Geheimnis mit der  Riesen-Erdnuss gefallen und wie sie die Worte betont haben.

 

 

So könnte die Geschichte von Sabah und Romain weitergehen:

Sia, Henry und Jakob haben sich gemeinsam das folgende Ende ausgedacht:

Romain fragte sich, wo Sabah sein könnte. Er suchte sie im Internet. Dabei fand er 12 Sabahs mit dem gleichen Nachnamen. Er überlegt, welche der Sabahs es sein könnte. Es gab einige persönliche Angaben. Keine der Sabahs passte zu seiner Sabah. Doch die Zwölfte hasste Western. Das war sie! Er wählte ihre Nummer und wartete. Eine Stimme meldete sich. Es war eindeutig Sabah!

Hallo, wer ist da?“, fragte die Stimme im Telefon.

Romain wurde nervös und antwortete: „Hier ist Romain. Bist du es, Sabah? Ich habe dich sehr vermisst. Wollen wir uns bald mal wieder treffen?

Sie verabredeten sich im Europapark. Dort fuhren sie gemeinsam Achterbahn. Das machte ihnen großen Spaß. Zuhause beschlossen Romain und Sabah, dass sie zusammenziehen wollten. Sie blieben zusammen, heirateten und lebten glücklich und zufrieden in ihrem Haus.

 

Anmerk. der Redaktion:

Im Gespräch in der Klasse war auch wichtig, dass Romains Vater sich in seiner Einstellung gegenüber Sabahs Familie geändert hat. Er wollte seinen Sohn weiter sehen und den Kontakt zu seinen Enkeln halten, daher hat er die fremde Familie kennengelernt. Dadurch hat sich seine Einstellung Fremden gegenüber verändert. Er ist nun kein Rassist mehr.

 

Vielen Dank an das Theater Heilbronn für dieses bewegenden Erlebnis für die teilnehmenden SchülerInnen und Lehrerinnen der Hölderlin-Grundschule.