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Aktuelles | Bareis, Gabriele | 20.11.2020 – 28.02.2021

Spendenaktion 2020 für unsere Partnerschule in Peru - 10.1.2021

Spendenaktion für Santo Toribio, einer Schule für behinderte Kinder in Trujillo/ Peru

Liebe Eltern,

vielen Dank für Ihre großzügige Spende bei der Weihnachtsaktion 2020, die wir im Namen der Hölderlin-Grundschule überreichen durften. Wieder haben wir die Spendensumme des Vorjahres übertroffen:

stolze 2280 Euro

 

konnten von Frau Hennig an den  Verein Fair-eint e.V. überwiesen werden.

So können wir für die Versorgung dieser armen Kinder einen verlässlichen Beitrag leisten.

 

Liebe Eltern, es war überwältigend, wie sie sämtliche Spendenaktionen unterstützten!

 

Alle Spendenaktionen waren -trotz Corona und vorzeitiger Schulschließung- ein Riesenerfolg!

Vielen herzlichen Dank!

 

 

 

Bilder von der Verteilung der Masken und Lebensmittelzuwendungen

 

Die Hölderlin-Grundschule wird als verlässlicher Partner auch dieses Jahr verschiedene Spendenaktionen für Santo Toribio durchführen und wir alle hoffen, dass wir dazu beitragen können, dass sich die Bedingungen für die Kinder dort verbessern.

 

Zur aktuellen Situation Nachrichten aus unserer Partnerschule Santo Toribio in Trujillo/Peru

Telefonat mit der Vorsitzenden des Vereins Fair-eint e.V. am Fr. 4.12.2020

Peru hat im Frühjahr sehr schnell mit einem Lockdown reagiert, was für die Kinder bis 14 Jahren bedeutet hat, dass sie seit dem Frühjahr das Haus nicht mehr verlassen durften.

 

Dieser Zustand hat sich inzwischen nur geringfügig verändert insofern, dass seit Oktober ein halbstündiger Aufenthalt im Freien maximal 500 m von daheim entfernt pro Tag erlaubt wurde.

 

Der Verein versuchte zu helfen und hat zweimal Geld für Lebensmittelhilfen überwiesen. Das sei wohl möglich, da die Schule ein Konto hat. Die Lehrer haben jeweils 100 Pakete mit Lebnesmitteln  an die Familien, in denen die behinderten Kindern wohnen, verteilt.

 

Vom 22.10. 20 ist dieses Grußwort der Rektorin vom Sonderschulzentrum Santo Toribio zum 20jährigen Bestehen der Unterstützung durch den Verein Fair-eint e.V..

 

Eine neue Kontaktaufnahme mit der Rektorin der Partnerschule wird neue Infos ergeben. Diese werden an dieser Stelle veröffentlicht.

 

Nachrichten aus unserer Partnerschule Santo Toribio in Trujillo/Peru

Über die persönlichen Kontakte von Judith Hennig, Lehrerkollegin Hölderlin-Grundschule und der Vorsitzenden des Vereins Fair-eint e.V., Reingard Cuba Ramos in Ladenburg gibt es Neuigkeiten zur aktuellen Situation.

 

Reingard Cuba Ramos schreibt in einer E-Mail an Judith Hennig am 30. August 2020:

 

„In Peru wurde schnell mit einem Lock-down reagiert, aber aus einer Vielzahl von Gründen wirkt er sich nicht ausreichend auf die Infektionszahlen und Todesrate aus. U.a. gab es bis zum Beginn der Pandemie so gut wie keine Intensivbetten mit Beatmung im ganzen Land. Die Behandlungskosten sowie die Preise für die Füllung von Sauerstoffflaschen sind in exorbitante Höhen gestiegen (400-1000 USD pro Füllung), und die Bevölkerung ist durch den Lock-down wirtschaftlich schwer getroffen- die Gefahr von Mangelernährung und Hunger wächst.

Für die Kinder sind die Lock-down- Vorschriften besonders streng: unter 14-jährige durften zumindest bis Ende Juli das Haus nicht verlassen, vermutlich gilt das weiterhin.

 

Mit Santo Toribio ist der Kontakt leider sehr spärlich. Schulunterricht findet weiterhin nicht statt. Im Mai berichtete uns die Rektorin, dass bis dato glücklicherweise keine Schüler an Covid 19 erkrankt waren, und zwei erkrankte Mütter ohne schwerwiegenden Verlauf wieder genesen seien. Nachdem es dem Schulpersonal aufgrund der Corona-Einschränkungen zunächst nicht möglich gewesen war, Kontakt mit den Schülern und ihren Familien aufzunehmen, läuft jetzt vieles über WhatsApp - auch Versuche, die Kinder auf diese Weise mit Unterstützung ihrer Eltern etwas zu unterrichten.

 

Fair-eint e.V. hat im Juni eine Spende überwiesen, mit der Santo Toribio die Familien der Schüler mit Lebensmittelpaketen unterstützt hat. Das wollen wir baldmöglichst wiederholen. Der für die Schule verantwortliche Padre hat sich sehr für diese Spende bedankt und schrieb, dass er im Moment sehr gefordert ist, Angehörigen von Covid-Erkrankten und Gestorbenen seelsorgerlichen Beistand zu leisten, da die Situation mit steigenden Zahlen mmer schwieriger wird.“

 

Lesen Sie auch den dazugehörigen bebilderten Dankesbrief an alle Unterstützer. Hier wird die Hölderlin-Grundschule namentlich aufgeführt. Das freut uns. Auch dass es gelingt, jedes Jahr die Spendensumme vom Vorjahr etwas zu toppen, ist für alle Beteiligten eine große Freude.

 

Anmerkungen der Redaktion vom 20.11.20:

In Nachrichten und Tageszeitung zu lesen ist, dass in Peru aktuell bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Zuletzt war zu lesen, dass innerhalb einer Woche bereits der dritte Präsident ausgerufen wurde. In den Straßen gibt es vielerorts Proteste, die mit Gewalt niedergeschlagen werden

 

Der Mangel und die Knappheit an Nahrungsmitteln und Medikamenten führt die Menschen zur Verzweiflung. Das Virus verbreitet sich in dem Tumult, der sich auf den Märkten bildet.

Die Kinder können nicht wirklich lernen. Sie bekommen nur virtuellen Unterricht- über Radio und Fernsehen.

 

Die Bevölkerung verarmt immer mehr, weil viele durch die Schließung der Fabriken und Unternehmen ihre Arbeit verloren haben. 

 

Peru ist eines der Länder, die am stärksten von der ersten Welle der Pandemie betroffen waren, wenn man die Zahl der Todesfälle auf hunderttausend Einwohner als Maßstab nimmt. Hier wurden härteste Quarantänebeschränkungen und Ausgangssperren verhängt. Aber die Regierung hat keine Mittel bereitgestellt, die es Menschen mit niedrigem Einkommen ermöglichen würden, zu Hause zu bleiben.

 

Wer sich weiter informieren möchte, bekommt auf der Partnerschaftsseite des Erzbistums Freiburg dateilliertere Infos:  www.freiburg-peru.de