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Aktuelles | Bareis, Gabriele | 20.11.2020

Spendenaktion 2020 für unsere Partnerschule in Peru

Start der diesjährigen Spendenaktion für Santo Toribio, einer Schule für behinderte Kinder in Trujillo/ Peru

Liebe Eltern,

vielen Dank für Ihre großzügige Spende, die wir im Namen der Hölderlin-Grundschule bei der vergangenen Weihnachtsaktion überreichen durften.

Archivbild

Die Hölderlin-Grundschule wird als verlässlicher Partner auch dieses Jahr verschiedene Spendenaktionen für Santo Toribio durchführen und wir alle hoffen, dass wir dazu beitragen können, dass sich die Bedingungen für die Kinder dort verbessern.

 

Nachrichten aus unserer Partnerschule Santo Toribio in Trujillo/Peru

Über die persönlichen Kontakte von Judith Hennig, Lehrerkollegin Hölderlin-Grundschule und der Vorsitzenden des Vereins Fair-eint e.V., Reingard Cuba Ramos in Ladenburg gibt es Neuigkeiten zur aktuellen Situation.

 

Reingard Cuba Ramos schreibt in einer E-Mail an Judith Hennig am 30. August 2020:

 

„In Peru wurde schnell mit einem Lock-down reagiert, aber aus einer Vielzahl von Gründen wirkt er sich nicht ausreichend auf die Infektionszahlen und Todesrate aus. U.a. gab es bis zum Beginn der Pandemie so gut wie keine Intensivbetten mit Beatmung im ganzen Land. Die Behandlungskosten sowie die Preise für die Füllung von Sauerstoffflaschen sind in exorbitante Höhen gestiegen (400-1000 USD pro Füllung), und die Bevölkerung ist durch den Lock-down wirtschaftlich schwer getroffen- die Gefahr von Mangelernährung und Hunger wächst.

Für die Kinder sind die Lock-down- Vorschriften besonders streng: unter 14-jährige durften zumindest bis Ende Juli das Haus nicht verlassen, vermutlich gilt das weiterhin.

 

Mit Santo Toribio ist der Kontakt leider sehr spärlich. Schulunterricht findet weiterhin nicht statt. Im Mai berichtete uns die Rektorin, dass bis dato glücklicherweise keine Schüler an Covid 19 erkrankt waren, und zwei erkrankte Mütter ohne schwerwiegenden Verlauf wieder genesen seien. Nachdem es dem Schulpersonal aufgrund der Corona-Einschränkungen zunächst nicht möglich gewesen war, Kontakt mit den Schülern und ihren Familien aufzunehmen, läuft jetzt vieles über WhatsApp - auch Versuche, die Kinder auf diese Weise mit Unterstützung ihrer Eltern etwas zu unterrichten.

 

Fair-eint e.V. hat im Juni eine Spende überwiesen, mit der Santo Toribio die Familien der Schüler mit Lebensmittelpaketen unterstützt hat. Das wollen wir baldmöglichst wiederholen. Der für die Schule verantwortliche Padre hat sich sehr für diese Spende bedankt und schrieb, dass er im Moment sehr gefordert ist, Angehörigen von Covid-Erkrankten und Gestorbenen seelsorgerlichen Beistand zu leisten, da die Situation mit steigenden Zahlen mmer schwieriger wird.“

 

Lesen Sie auch den dazugehörigen bebilderten Dankesbrief an alle Unterstützer. Hier wird die Hölderlin-Grundschule namentlich aufgeführt. Das freut uns. Auch dass es gelingt, jedes Jahr die Spendensumme vom Vorjahr etwas zu toppen, ist für alle Beteiligten eine große Freude.

 

Anmerkungen der Redaktion vom 20.11.20:

In Nachrichten und Tageszeitung zu lesen ist, dass in Peru aktuell bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen. Zuletzt war zu lesen, dass innerhalb einer Woche bereits der dritte Präsident ausgerufen wurde. In den Straßen gibt es vielerorts Proteste, die mit Gewalt niedergeschlagen werden

 

Der Mangel und die Knappheit an Nahrungsmitteln und Medikamenten führt die Menschen zur Verzweiflung. Das Virus verbreitet sich in dem Tumult, der sich auf den Märkten bildet.

Die Kinder können nicht wirklich lernen. Sie bekommen nur virtuellen Unterricht- über Radio und Fernsehen.

 

Die Bevölkerung verarmt immer mehr, weil viele durch die Schließung der Fabriken und Unternehmen ihre Arbeit verloren haben. 

 

Peru ist eines der Länder, die am stärksten von der ersten Welle der Pandemie betroffen waren, wenn man die Zahl der Todesfälle auf hunderttausend Einwohner als Maßstab nimmt. Hier wurden härteste Quarantänebeschränkungen und Ausgangssperren verhängt. Aber die Regierung hat keine Mittel bereitgestellt, die es Menschen mit niedrigem Einkommen ermöglichen würden, zu Hause zu bleiben.